Zu Beginn des ersten Schuljahres werden die Kinder mit neuen Herausforderungen konfrontiert.

Einige Kinder brauchen in der Anfangsphase zusätzliche Unterstützung, um sich sicher im Schulalltag zurechtzufinden. Aus diesem Grunde wurde das Konzept der Ankerklasse entwickelt. Sie ist eine spezielle Fördermaßnahme für unsere ErstklässlerInnen, um ihnen einen guten Start in den neuen und herausfordernden Lebensabschnitt „Schule“ zu ermöglichen. Die Ankerklasse richtet sich an SchülerInnen, die von einem kleineren Lernsetting profitieren.

Durch die Möglichkeit einer individualisierten Förderung werden Erfolgserlebnisse ermöglicht, das Selbstwertgefühl gestärkt und die SchülerInnen beim Lernen in ihrer Grundschulklasse unterstützt.

Die Schülerinnen und Schüler des 1. Schuljahres, die an der Ankerklasse teilnehmen sollen, werden von den Lehrkräften vorgeschlagen. Die Eltern werden über diese Maßnahme ausführlich informiert. Eine Teilnahme am Konzept findet nur mit ihrer Zustimmung statt.

Struktur der Ankerklasse

  • Die Ankerklasse findet während der Unterrichtszeit an vier Tagen pro Woche für jeweils zwei Stunden statt (jeweils in der 3./4.Unterrichtsstunde). In den anderen Stunden nehmen die Kinder am Unterricht ihrer Grundschulklasse (Stammklasse) teil.
  • Es werden 4-5 SchülerInnen der 1. Klassen aufgenommen.
  • Eine Förderschullehrkraft der ASS, Frau Bettina Jenke ist mit 8 Stunden in der Ankerklasse eingesetzt. Es findet ein enger Austausch mit den Klassenlehrkräften statt.
  • Die Länge des Besuchs von SchülerInnen in der Ankerklasse wird individuell festgelegt. Das bedeutet, dass die Ankerklasse durchlässig ist und auch im Laufe des Schuljahres neue SchülerInnen in die Ankerklasse aufgenommen werden können.
  • Der Unterricht findet im Gebäude der Ganztagsbetreuung auf dem Schulgelände statt.

Inhalte des Unterrichts

  • Inhalte der 1. Klasse: Deutsch und Mathematik überwiegend mit Material aus der Stammklasse, ansonsten spielerische Übungen
  • Training von Schlüsselkompetenzen (z.B. Konzentration, Frustrationstoleranz, Organisation)
  • Psychomotorik, Feinmotorik, Grafomotorik, Übungen zu verschiedenen Wahrnehmungsbereichen
  • Soziale Kompetenz: Selbst- und Fremdwahrnehmung, Empathie- und Konfliktfähigkeit  

Ziele der Maßnahme

  • Lerntempo der Lernausgangslage und dem Lernvermögen anpassen
  • Lernprozessbegleitende Diagnostik
  • Individuelle Förderangebote
  • Entlastung der SchülerInnen
  • Schaffen der Voraussetzungen für eine durchgängige erfolgreiche Beschulung in der Grundschulklasse